Alphabet erfolgreicher Worte: u wie überraschend

So hört sich Freude an, die bleibt

Spätestens Weihnachten: Weit aufgerissene Kinderaugen. Hastig, manchmal auch vorsichtig und ehrfurchtsvoll, wird das Papier zur Seite geschoben. Da ist sie. Die Überraschung. Und dann: Ein lautes Jauchzen. Und das Wissen: Ja, so hört sich Freude an.

Und wird das Kind später, viel später gefragt, so wird es von diesem Moment erzählen können. Dem Weihnachtsfest, an dem es dieses wunderbare Geschenk bekommen hat. Den kleinen Affen, der noch heute einäugig auf dem obersten Regalbrett sitzt und dich fragen lässt, ob deine Entscheidung richtig ist. Den Zauberumhang, der mit dafür gesorgt hat, dass die Fantasie  eins deiner höchsten Güter ist. Das Kaninchen, das damals deine Sorgen wie seine Möhren weggemümmelt hat, einfach weil es immer, wirklich immer, zugehört hat.

Überraschende Worte – Worte, die man nicht vergisst

Und auch Worte, die wirken wie eine Überraschung, bleiben für immer: Weil es gerade die Worte sind, mit denen man nicht gerechnet hat, die eine neue Sichtweise ermöglichen. Da ist die Frage: „Und was willst du?“, nachdem man eine Sache schon hundertmal daraufhin beleuchtet hat, was sie für den anderen bedeutet. Oder zwischen all den Gratis- und Supersonderangeboten der Werbespruch: „Wir sind teuer. Und wir sind stolz darauf.“ Oder die Frage des Kollegen, der sonst noch nicht einmal morgens grüßt: „Soll ich das für dich übernehmen?“

Oft sind es überraschende Worte, die sich einnisten wie ein Vogel, der immer wieder zu seinem Nest zurückkehrt. Da sind die leisen Worte der Mutter nach der gefälschten Unterschrift unter der verhauenen Englischarbeit: „Ich hab dich lieb“. Da ist das Bewerbungsgespräch, das völlig schief gelaufen scheint. Und dann der Anruf: „Sie bekommen die Stelle. Wir brauchen einen so offenen Menschen wie Sie.“

Wir können es dabei nicht vermeiden, dass auch Wortüberraschungen bleiben, auf die wir lieber verzichtet hätten. Das Kind, das in seiner Wut plötzlich sagt: „Ich hasse dich.“ Oder die wichtige Bitte, die ohne zu zögern abgeschlagen wird: „Nein.“

Entscheidung für eine Wortkultur der guten Überraschungen

Doch auch diese Beispiele zeigen, dass überraschende Worte so viel mehr sind als ein Wort – und wir uns immer wieder für eine Sprachkultur der guten Überraschungen entscheiden können. Wir können selbst unsere Worte bewusst wählen, um dafür zu sorgen, dass in uns selbst und im anderen eine gute Saat der Erinnerungen aufgeht. Wir können für gute Wort-Überraschungen in unserem Unternehmen oder dem Unternehmen Leben sorgen.

Wie wäre es, die Wortkultur des Unternehmens einmal daraufhin zu untersuchen? Wann sorgen die eigenen Worte für gute Überraschungen? Wie wäre es, eine solche Wort-Überraschung in jeden Tag einzubauen? Wie wäre es, einmal andere, gute überraschende Worte zu nutzen im Umgang mit unseren Kindern, Nachbarn, Partnern oder dem Sitznachbarn in der Straßenbahn? Wie wäre es zum Beispiel mit der Frage: „Und was war heute besonders schön?“, wenn das Kind aus der Schule oder der Partner von der Arbeit kommt. Wie wäre es mit dem Satz an die Kollegin: „Ich freue mich jeden Tag wieder, dass ich mit dir zusammenarbeiten darf.“

Auch überraschende, kratzige Worte als Impuls für neues Handeln

Erfolgreiche Worte sind immer wieder überraschende Worte. Manchmal sind es sogar diese sperrigen, kratzenden Worte wie das harte „NEIN!“, das wir nicht erwartet haben oder der Wutausbruch des Kindes,  die die wirklich guten Gedanken in uns reifen lassen. Die dafür sorgen, dass wir uns weiterentwickeln. Weil das Nein und die Wut wie eine plötzliche Straßensperrung sind – will man doch noch sein Ziel erreichen, hilft es nur, innezuhalten und sich zu fragen, was noch gehen könnte. Und welcher Weg vielleicht sogar noch viel besser ist.

Überraschen Sie sich selbst mit guten Worten!

Und wir können Anteil daran haben, dass wir uns selbst mit guten Worten überraschen. Indem wir unseren inneren Kritiker schöne, gute Sätze formulieren lassen: „Du bist ein wunderbarer Mensch. Du trägst mit deinem Tun jeden Tag dazu bei, dass diese Welt ein bisschen heller wird.“ Oder: „Ja, dir ist heute noch nicht alles gelungen. Doch ich bin stolz auf dich, dass du es versucht hast.“ Gerne auch laut vor dem Spiegel… Und vielleicht haben Sie ja noch ganz andere Ideen für Sätze des Glücks? Dabei werden Sie an einer ganz einfachen Reaktion feststellen, ob Sie auf einen Satz gestoßen sind, der für Sie wie eine Umarmung ist – dann nämlich lächeln Sie.

Erfolgreiche Worte sind überraschende Worte. In ihnen liegt der Same für ein Leben, das sich immer mehr anfühlt wie ein großartiges Geschenk.

Und mit welchen guten Worten überraschen Sie sich und andere heute?

 

 

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